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deutschland - So zu sagen

Jugendliche von heute lernen Sprachen mit anderen Mitteln als ihre Eltern. Seit fast 30 Jahren weiß der Spotlight-Verlag das am besten und vermittelt dabei auf seine Weise zwischen den Kulturen ...mehr

Randnotizen

Nordsee - echt stark
Vor, auf und hinterm Deich wurden an der Nordsee in den letzten Jahren viele Maßnahmen zum Küstenschutz getroffen. Interessante Einblicke in die Naturphänomene, in den Deichbau und aktuelle Küstenschutzprojekte erhalten Reisende in Büsum und Husum, auf Pellworm, Sylt und Nordstrand.

Rekord am Sky Harbor

Für den internationalen Flughafen Phoenix Sky Harbor war der März 2014 der Monat mit dem bisher höchsten Besucheraufkommen – wegen dem »Spring Training«, der Saisonvorbereitung der Baseball-Profis und den Spring Break-Urlaubern. Doch der Wüstenstaat Arizona kann mehr: Arizona Office of Tourism.


kanada - Badeurlaub in Kanada´s kleinster Provinz

Die Bewohner von Prince Edward Island sind es gewohnt, übersehen zu werden. Mit gut fünfeinhalbtausend Quadratkilometern ist ihre halbmondförmige Insel im St.-Lorenz-Golf die kleinste der kanadischen Provinzen. Sie ist so klein, dass selbst ein kanadischer Kartenverlag einmal vergaß, sie einzuzeichnen.


Selbst ihr langer Name wird vom Rest Kanadas abgekürzt - PEI, wobei die Buchstaben kaugummiartig miteinander verbunden werden. Das klingt dann ungefähr so, als ob der Konsonant die beiden nachfolgenden Vokale über die Teppichstange ziehen würde: Pi - Ie - Ei.

Allerdings: Die rund 135.000 meist irisch-schottischstämmigen Insulaner ficht das nicht an. Für sie ist jeder Kanadier, der nicht auf ihrer Insel geboren ist, “from away” und kann daher nichts für seine Unwissenheit. Dass die Lästerer auf dem Festland ihre Insel als zwei Strände mit einem Kartoffelacker dazwischen bezeichnen, erfüllt sie eher mit Stolz: Schließlich bringen sie ein Drittel der kanadischen Kartoffelernte ein. Und die Liebeserklärung ihrer berühmtesten Tochter, der Schriftstellerin Lucy Ann Montgomery, würden sie allemal unterschreiben. PEI sei ein ruhevolles, grünes Paradies, das auf den Wogen des Meeres treibe, schwärmte die Autorin der “Anne of Green Gables”-Kinderbücher zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Schon die ersten Bewohner, die Micmac-Indianer, scheinen sich hier vor allem erholt zu haben: “Abegweit” - “Wiege auf den Wogen” - nannten sie ihre Insel. Bis heute macht PEI auf angenehme Weise schläfrig. 600.000 Besucher aus Kanada, den USA und Übersee wissen das jeden Sommer zu schätzen. PEI ist der ideale Ort für faule Ferien.

Ein typischer Tag “on the island” bringt Badespaß, Kultur und Spitzengastronomie mühelos unter einen Hut. Die Fahrt zu den schönsten Badestränden an der Nordküste führt durch fettes, grünes Farmland. Erdbeerfelder, Maisfelder und immer wieder Kartoffeln: Fein säuberlich in Reih und Glied gepflanzt, stehen die schnurgeraden Kartoffelbeete Spalier für hübsche Farmhäuser, wo bunte Bettlaken in der salzigen Meeresluft flattern. Weiße Lattenzäune umgeben sattgrüne Weiden mit schwarz-bunten Kühen. Hin und wieder zuckelt eine Entenfamilie über die Straße.

Der Verkehr dünnt aus, sobald man Charlottetown, die 17.000-Einwohner-Hauptstadt, verlässt. Die gute alte Zeit, als man auf PEI noch “hüaah” rief, wenn man den Gang einlegte, ist natürlich längst vorbei. Und PEI-Hummer sind keine Arme-Leute-Speise mehr, sondern eine Delikatesse, denen Gourmets bisweilen hunderte Kilometer hinterher reisen. Dem hierzulande “Lobster” genannten Schalentier zu Ehren werden sogar Feste gefeiert, und die “Lobster Supper”-Restaurants überall auf der Insel sind Lokale, in denen sich alles nur um das Eine dreht.

Die schönsten Strände der Insel sind Cavendish Beach und Brackley Beach. Die Wassertemperaturen liegen im Sommer dank des Golfstroms, der die Insel streift, um die 20 Grad - das wärmste Badewasser nördlich der Carolins! Beide Strände sind Teil des Prince Edward Island National Park, einem im wesentlichen aus 40 Kilometern Sandstrand und Dünen bestehenden Küstenstreifen. Am östlichen Ende liegt Dalway-by-the-Sea, das schönste Haus der Insel. 1896 baute es ein reicher Schotte als Sommerfrische. Heute ist es ein 26-Zimmer-Hotel der Extraklasse, das sich leisten, auf Telefon, Fernsehen und Radio auf den Zimmern zu verzichten. Einen Crashkurs in Sachen PEI bietet die Dunes Studio Gallery anderthalb Kilometer südlich von Brackley Beach. In der lichtdurchfluteten Galerie zeigen einheimische Künstler dem Besucher, wie sie die Insel sehen. Abend spielen hier lohale Folk- und Rockgruppen.

Cavendish liegt am westlichen Ende des Nationalparks. 300 000 Besucher pilgern jeden Sommer zu dem unscheinbaren Ort. Warum? Wegen Anne natürlich! 1908 zum ersten mal erschienen, wurden die “Anne of Green Gables”-Bücher in 20 Sprachen übersetzt. In Japan feierte eine Ausgabe jüngst die 100. Auflage! Lucy Maud Montgomery, die Schöpferin der rothaarien Göre, wuchs ganz in der Nähe auf. Das Green Gables House, unweit der Kreuzung in einem bewaldeten Tal liegend, gehörte Verwandten und inspirierte sie zu der herzzerreissenden Geschichte von dem armen Waisenmädchen mit dem großen Mundwerk und dem Herzen auf dem rechten Fleck.

“Anne”-Pilger schwärmen, alles sei so wie im Buch, wenn sie mit glänzenden Augen das hübsche Haus mit den grünen Giebeln, heute natürlich ein Museum, das altmodische Wohnzimmer und Anne´s Schlafzimmer im Obergeschoss inspizieren. Wer von Anne nie etwas gehört hat, wird soviel scheinbar irrationaler Begeisterung gegenüber ratlos dastehen. Doch die Wissenslücke läßt sich füllen. Anne wäre nicht PEI´s Exportartikel Nr. 1, gäbe es nicht auch ein Musical über sie. Die schmissige Produktion ist fester Bestandteil des alljährlichen Charlottetown Festival und wird im Confederation Centre of the Arts aufgeführt. Allerdings sollte man sich darauf gefaßt machen, dass die Sitznachbarn die Texte mit- oder gar vorsprechen. Besonders in der Szene, wo sich Anne ihren neuen Pflegeeltern vorstellt: “Anne, spelled with an -e. Because A-n-n-e looks so much more distinguished!”

(Text: Ole Helmhausen, Montréal)


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