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Estland - Estland entdecken

Sommer, Sonne, Strand – das alles gibt es in Estland wie andernorts in Europa. Doch Hotelburgen und Massentourismus sind hier unbekannt. Wer sich stattdessen individuell erholen möchte und wer dabei gerne auf Entdeckungsreise geht, ist in Estland an der richtigen Adresse: Hier gibt es endlose Strände, malerische Inseln und beeindruckende Naturparks, hier wachsen wilde Orchideen und hier feiern die Menschen endlose Sommerfeste.


Estland ist zwar nur 45.228 Quadratkilometer groß, bietet aber mehr Abwechslung als andere, größere Reiseziele. Wie wär’s denn mal mit Insel-Hopping? 1.520 Eilande zählt der nördlichste Baltenstaat; nur 19 sind bewohnt. Saaremaa ist die größte Insel an der Westküste. Aber auch Hiiumaa, Muhu oder Vormsi sind eine Reise wert. Mehrmals täglich verbinden Fähren das Festland und die Inseln miteinander; bequemer geht es nicht.

Wie ein Gemälde: Kuressaare (Ahrensburg) auf der Insel Saaremaa.Wie ein Gemälde: Kuressaare (Ahrensburg) auf der Insel Saaremaa.

Saaremaa – Orchideen und Opern

Ein Urlaub auf Saaremaa ist abwechslungsreich. Sandstrände oder Kalksteinküste mit dreißig verschiedenen Kliffs lassen sich perfekt mit einem Ausflug in den Nationalpark Vilsandi kombinieren, der allein aus mehr als 150 Inseln besteht. Er ist die Heimat der Kegelrobben, Seeadler und tausender anderer Vögel. Und ein Orchideen-Paradies. Mehr als dreißig Arten wachsen hier wild. Die Vielfalt der Pflanzenwelt ist hier in Europa einmalig. Wenn die Esten ihre endlosen Mittsommernächte zelebrieren, feiern sie im Gutshaus von Loona und in Kihelkonna auch das Orchideenfest – ein Fest der Sinne.

Die Nähe zur Natur können Urlauber auch auf Bauernhöfen erleben, die sich der ökologischen Landwirtschaft verschrieben haben. Auf dreißig Höfen, die sich auf Saaremaa zur »Saare Mahe« (ökologische Insel) zusammengeschlossen haben, können sie Einblicke in die biologisch-ökologische Landwirtschaft erhalten, bei der die Jahreszeiten den Speisenplan bestimmen.

Köpu-Leuchtturm auf der Insel Hiiumaa.

Köpu-Leuchtturm auf der Insel Hiiumaa.

Etappe drei entlang des Achensees.

Orchideen auf Saarema.

 

Sinnesfreuden für die Ohren bietet das alljährliche Opernfestival von Kuressaare, der größten Stadt auf Saaremaa. In der mittelalterlichen Festung, dem einstigen Bischofssitz, treten seit 15 Jahren renommierte Künstler aus der Opernhäusern und Ballett-Theatern auf. Der kulturelle Höhepunkt auf der Insel findet das nächste Mal vom 22. bis 28. Juli 2015 statt.

Hiiumaa – Kajak und Kaffee

Die zweitgrößte estnische Insel ist ein Abbild der Ostsee-Landschaften: Sanfte Dünenlandschaften wechseln mit langen Sandstränden, Meer und Wind verändern Küstenlinien und lassen die Insel dennoch seit mehr als 10.000 Jahren beständig wachsen. So stand der Leuchtturm von Kõpu einst allein im Meer. Heute ruht er auf einem 68 Meter hohen Berg. Wer vom Auto in das Kajak umsteigt, entschleunigt nicht nur sein Leben. Er kann auf Hiiumaa der Natur ganz besonders nahe kommen.

Bei geführten Kajak-Touren geht es hinaus zu den Seelöwen. Hier lassen sich auch viele Vogelarten aus der Nähe betrachten. Die vielen kleinen Inseln schützen das warme, seichte Wasser vor rauen Winden, so dass auch ungeübte Kajakfahrer vorwärts kommen.

Absolut einzigartig, nicht nur in Estland, sondern auf der ganzen Welt, dürfte das Hiiu-Folk-Festival vom 16. bis 19. Juli 2015 sein. Denn es ist das erste alkoholfreie Festival. Bemerkenswerter ist der künstlerische Anspruch: Das Festival dient der Erhaltung traditioneller Musik und Lebensweisen. Gleichwohl werden diese immer wieder mit modernen Elementen kombiniert.

Ungewöhnlich dürfte auch das Café-Festival von Kärdla sein, der einzigen Stadt auf Hiiumaa. Im Sommer öffnen 18 private Häuser und Höfe am 2. August ihre Pforten. Dann verwandeln die Familien und Freundeskreise ihre privaten Gärten und Stuben in Cafés, in denen eine Vielzahl aromatischer Getränke in immer wieder neuen Variationen sowie leckere Speisen serviert werden. Alte Autos und nostalgisch gekleidete Gäste geben dem Festival eine ganz besondere Note.

Muhu – Muster und Musik

Die drittgrößte Insel ist Muhu – wobei Größe in Estland ein relativer Begriff ist. Wie die Zeit. Auf Muhu geht alles ein wenig gemütlicher zu als andernorts. Die Fischerdörfer wirken ein wenig verschlafen, nur die Flügel der Windmühlen drehen sich ohne Pause. Sehenswert ist die Katharinenkirche, ein schönes Zeugnis der Frühgotik.

Kajak-Touren auf der Insel Huiumaa.

Kajak-Touren auf der Insel Huiumaa.

Fein bestickte Schuhe von der Insel Muhu.

Fein bestickte Schuhe von der Insel Muhu.

 

Die Tradition wird hier hoch gehalten – etwa durch die Muhu-Muster. Das sind Webstoffe mit farbenprächtigen Mustern in klassischer Kreuzstichstickerei, die seit dem Beginn des vergangenen Jahrhunderts hergestellt werden. Oder durch Untersetzer aus Wachholderholz. Sie duften aromatisch, sobald auf ihnen ein heißer Topf abgestellt wird.

Neben der Tradition lebt Muhu auch von der Moderne, wenn im Sommer zum »Future-Music-Festival« (Juu jääb) vom 1. bis 5. Juli 2015 mehr als 400 Musiker aus der ganzen Welt auf die Insel kommen. Die Veranstalter sind stolz darauf, dass dieses Festival vom Publikum lebt, das den Künstlern unter freiem Himmel auf dem Bauernhof Nautse zuhört, einem der typischen historischen estnischen Gehöfte. In der Hitze eines Sommertages, in sternenklarer Nacht und sogar bei strömendem Regen verschmelzen hier Musik und Natur zu einer lebendigen Einheit.

Vormsi – Religion und Ruhe

Die viertgrößte Insel Estlands war einst eine No-Go-Area; Sperrgebiet unter sowjetischer Herrschaft. Ihr Name, der übersetzt »Schlangeninsel« heißt, stammt noch aus früherer schwedischer Zeit, als die Insel »Ormsö« hieß. Schlangen gibt hier schon lange nicht mehr, ebenso wie Schweden oder Russen.

Gleichwohl ist deren Geschichte auf Vormsi noch heute nachvollziehbar und zieht Touristen an. In Erinnerung an die Vergangenheit feiern die Menschen auf Vormsi den »St. Olavs Tag«. Im Mittelpunkt steht dann die St. Olai Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Sie hat keinen Kirchturm, die Glocke hängt am Dachgiebel über der Tür. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Flucht der Schweden stand die Kirche Jahrzehnte leer. 1990 wurde sie am »Olafstag« wieder eingeweiht.

Nach der Sage soll unter den zwei verkrüppelten Kiefern vor der Kirche einst ein Pranger gestanden haben. Ob wahr oder nicht, eines ist sicher: Wer Ruhe und Abgeschiedenheit inmitten unberührter Natur sucht, wird sie auf Vormsi finden.

Weitere Informationen zu Reisen nach Estland unter www.visitestonia.com


Text und Bilder: Estonian Tourist Board, Hamburg



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