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Das Extra für Sie

Gern gesehen

Gern gesehen (6).jpg

Andere Länder ...

Eine Frau aus Brasilien,
von den Fußknöcheln bis zum Hals in ihr Handtuch eingewickelt, schaut irritiert auf, als ein Mann die Sauna betritt: »Bei uns in Brasilien gibt es eigentlich keine gemischten Saunas.« »Seltsam«, antwortet der, »und ich dachte, ganz Brasilien sei eine gemischte Sauna.«

Randnotizen

Wandern in Flandern
Seit 2012 führt ein ausgewiesener Wanderweg die gesamte belgische Küste entlang. Das Wanderrouten-Netz beginnt im Naturpark »Het Zwin« an der niederländischen Grenze und endet in der »flämischen Sahara« an Grenze zu Frankreich. Gut zu Fuß zu sein ist bei insgesamt 180 Kilometern insgesamt ein Vorteil.


Nepal - Der Traum vom Mount Everest

Der Mount Everest ist mit 8.848 Metern der höchste Berg unseres Planeten. Für Dirk Blume aus Stuttgart wurde er zum Ziel seiner Träume: Einmal im Leben wollte er diesem mächtigen Berg mit eigenen Augen gegenüberstehen.


Ostfildern bei Stuttgart war mein Ausgangspunkt und Nepal mein Ziel. Ich startete mit einem Reisefahrrad und 40 Kilo Gepäck. Mehr nicht. Abgesehen von meiner Vision natürlich, dem höchsten Berg der Welt möglichst nahe zu sein. Vor mir lagen 7.000 km auf zwei Rädern durch Österreich, Italien, Griechenland, Türkei, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgistan bis zur chinesischen Grenze. Allein drei Monate auf dem Rad hatte ich für Tibet vorgesehen, um ins Basislager des Mount Everest auf nördlicher Seite zu gelangen. Doch wurde mir vor Ort genau dafür ein Strich durch die Rechnung gemacht: Für Individualreisende nicht erlaubt!


Yaks im Himalaya.

Yaks vor der Kulisse der Ama Dablam.

Ganz nah dran am Mount Everest.

Pheriche mit Lobuche-Khola-Fluss.

 

Mit tausenden Kilometern auf dem Rad und in den Beinen flog ich nach Kathmandu in Nepal und buchte dort eine Trekkingtour inklusive Flug nach Lukla (2.860 m), dem Ausgangsort meiner Hochgebirgswanderung. Unzählige Reisebüros haben sich auf Touren „spezialisiert“, wie ich sie mir vorgenommen hatte.

Wir landeten auf einer der gefährlichsten Pisten der Welt. Mein Führer aus der Volksgruppe der Jirels wirkte trotzdem recht gelassen und erwartete mich bereits. Wenn ich später von Sherpas sprach, um ihn zu beschreiben, wussten meine Zuhörer meistens sofort, dass ich einen versierten Führer eines Bergstamms im Himalaya meinte. Nach dem Frühstück brachen wir zum Tagesziel in das acht Kilometer entfernte Pakhding auf. Dort bezogen wir in einer der Lodges Quartier und ließen den Abend bei einem Everestbier ausklingen. Vor uns lag der Dudh Kosi, der Milchfluss, den wir am nächsten Tag mehrmals auf Stahlhängebrücken überqueren mussten. Weil ich mich dabei am Geländer festgehalten hatte, riss ich mir auf der zweiten Brücke beinahe meinen Ringfinger ab.


Dirk Blume am Ziel seiner Träume: dem Mount Everest möglichst nah.

Nach über 7.000 Kilometern mit dem Fahrrad von Stuttgart
nach Nepal erreicht Dirk Blume den Gipfel des Kala Patthar,
im Hintergrund der Mount Everest.

 

In Namche akklimatisierten wir einen Tag bei Nak-Käse aus Yak-Milch und Zimtschnecken. Am vierten Tag hieß es am Kloster Tengboche vorläufig Abschied vom Duschen und von der letzten deutschen (!) Bäckerei zu nehmen. Die Nächte wurden kälter, die Luft dünner – und das Gehen mühsamer. Gegen AMS (Acute Mountain Sickness), den Höhenkoller nahm ich Tabletten und trank kannenweise Tee und Wasser. Die Getränkepreise stiegen mit jedem Tag, und wenn es nachts im Schlafsack gerade heimelig wurde, musste ich alle zwei Stunden wieder raus in die klirrenden Kälte zum Pinkeln. Kurz vor Pheriche machte ich schlapp und brauchte eine Tag, mich erneut an die Bedingungen in dieser Höhe anzupassen.

Einigermaßen gestärkt und ausgeruht wanderten wir weiter nach Lobuche. Nachts um drei Uhr standen wir wieder auf. Ich war ziemlich irritiert: Es hatte geschneit und war bitterkalt. Mein Ziel vor Augen schleppte ich mich mehr oder weniger weiter nach Gorak Shep (5.140m). An der Aufstiegsspur zum Kala Patthar schien ich nur noch zu funktionieren. Irgendwie. Wir frühstückten, deponierten die Rucksäcke und gingen die letzte Etappe an. Nach jeweils etwa zehn Metern brauchte ich eine Pause und bemerkte kaum noch die Wolkenfetzen, die malerisch das Khumbutal hochzogen. Dann waren wir oben, gegenüber dem Mount Everest. Genauso hatte ich es mir gewünscht, und ich spürte eine unglaubliche Ruhe in mir: Mein Traum war Wirklichkeit geworden.


Dirk Blume: Ich widme diesen Artikel meiner Mutter, Gisela Blume aus Aschau im Chiemgau, die mich immer darin bestärkt hat, meinen Weg zu gehen.


 (Bilder und Text: Dirk Blume; Redaktion: Peter Kensok)



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